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DIE STALLUNGEN

In der zweiten Hälfte des 19. Jh. nimmt das Pferd einen wichtigen Platz ein. Auch wenn die Eisenbahn allmählich das Reisen über mittlere und lange Strecken ersetzt, ist das Pferd in jener Zeit noch das am weitesten verbreitete Zugtier für Privatpersonen. Es kann auch ein Zeichen von Reichtum sein, denn eine Pferdekutsche war seit sehr langer Zeit ein unerlässliches Anzeichen für Wohlstand. Außerdem ist es für die Veranstaltung von Hetzjagden erforderlich, und der Adlige dekoriert seine Kutsche mit seinem Wappen und zeigt die Pracht der Livreen seiner Lakaien.
Somit sind die Pferdeställe von Chaumont-sur-Loire ein repräsentatives Beispiel dafür, was die wohlhabende Aristokratie Ende des 19. Jh. als Stall für ihre Pferde baut.

1877 beauftragt das Prinzenpaar den berühmten Architekten Paul-Ernest Sanson mit dem Bau von Pferdeställen, die die prachtvollsten und modernsten Europas sein sollen.
Der Bauherr entscheidet sich für einen Bau aus Backstein und Naturstein (Backsteine wurden Ende des 19. Jh. beim Bau von Pferdeställen oft verwendet), doch er setzt auch ein früheres Skulpturelement wieder ein, das an den Fassaden des Schlosses zu sehen ist (ein mit Skulpturen verzierter Fries, bei dem sich das doppelte „C“ von Charles II. de Chaumont mit Gebirge in Flammen abwechseln).

Die Pferdeställe in Chaumont sind um zwei nicht gleich große Höfe angeordnet, die miteinander verbunden sind; der größere wird von den Schlossbesitzern, der andere von ihren Gästen genutzt. Der Haupthof ist für die zahlreichen Pferde und Kutschen, die dort fahren, sowie für die dort arbeitenden Bediensteten gedacht. Die Pferdeställe sind Tag und Nacht mit zahlreichen Dienern besetzt. Etwa zwanzig Personen (Wagenknecht, Kutscher, Lakai, Stallbursche, Postillion, Pferdeknecht) gehen ihren verschiedenen Aufgaben unter der Aufsicht des für die Pferdeställe verantwortlichen Stallmeisters nach.

Die Mansardenzimmer (für Besucher nicht zugänglich) der Stallknechte befinden sich im ersten Stock der verschiedenen Gebäude.

Paul-Ernest Sanson plant einen noch größeren Ausbau der Stallgebäude, doch dieser wird nicht ausgeführt. Dank der hierbei erworbenen Erfahrung kann der Architekt einige Jahre später 1892 die Modell-Stallungen des Marquis de Breteuil entwerfen.

Mehr Informationen über den „Großen Stall“
Mehr Informationen über die „Pferdekutschen“